Allgemein Archive - Kunsttherapeutin und Maltherapeutin Melanie Mezera, Wien https://www.magenta-maltherapie.at/category/allgemein/ Kunsttherapie/Maltherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Wien, Kreativworkshops und Fortbildungen Tue, 01 Dec 2020 11:24:24 +0000 de hourly 1 Advent, Advent… https://www.magenta-maltherapie.at/2020/12/01/advent-advent/ https://www.magenta-maltherapie.at/2020/12/01/advent-advent/#respond Tue, 01 Dec 2020 11:24:24 +0000 https://www.magenta-maltherapie.at/?p=4005 Early in the morning. Es ist der erste Dezember. Der erste Tag, an dem man ein Fenster des Adventkalenders öffnen darf. (Oder ein Schachterl. Oder ein Sackerl. Oder ein Brieflein. Oder….) ALS ICH EIN KIND WAR Ich erinnere mich an meine Kindheit und sehe sofort den Schachteladventkalender vor mir. 24 kleine quadratische Schachteln in grün […]

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Early in the morning. Es ist der erste Dezember. Der erste Tag, an dem man ein Fenster des Adventkalenders öffnen darf. (Oder ein Schachterl. Oder ein Sackerl. Oder ein Brieflein. Oder….)

ALS ICH EIN KIND WAR

Ich erinnere mich an meine Kindheit und sehe sofort den Schachteladventkalender vor mir.
24 kleine quadratische Schachteln in grün und rot mit weißen Zahlen. Alle an einer Schnur aufgefädelt. So hingen sie im Gang. Und warteten täglich aufs Geöffnetwerden. Also eigentlich warteten mein kleiner Bruder und ich aufs Öffnen. Kleine Süßigkeiten (Gummibärchen, Thorkugeln, Milka-Naps, ein Schokonikolo und ähnliche kleine Sweeties) warteten aufs Vernaschtwerden. Oder ab und an ein kleines Spielzeug. (Das wartete natürlich nicht aufs Vernaschtwerden ;-))
Ich erinnere mich an kleine Holzfiguren, die es in einem kleinen Geschäft in der Stadt gab.
holzfiguren
Eigentlich war ein kein kleines Geschäft, es war ein Mini-Geschäft. Der Schläfli. Ein (ich glaub) Vorarlberger Tischler, der für mich damals wie der Almöhi aus Heidi aussah und eine zauberhafte Auswahl an Holzspielzeug hatte.
Ein Laden, der in Wien bestimmt im 7. Bezirk angesiedelt wäre. Wenn ich mir dort was aussuchen durfte, war das immer etwas ganz Besonderes. Deshalb war es immer eine Freude, wenn im Adventkalender kleine Schätze vom Schläfli versteckt waren.

Jeden Tag nur eine Box öffnen. Das ist ja der Sinn vom Adventkalender. Natürlich haben wir in einem unbeobachteten Moment auch andere Boxen geöffnet und schon mal vorgustiert. Geschüttelt wurde bei jedem Vorbeigehen. Wir versuchten anhand der Geräusche zu erraten, ob eher Schokolade oder ein Spielzeug drin war. Smarties waren einfach zu erraten. Im Laufe der Zeit haben wir ein ganz gutes Gehör entwickelt. Oder es wurde aufgrund des Gewichts gemutmaßt. Angewandte Physik und Sinnesschulung quasi mit im Kalender.

MEIN KIND UND ICH

Die Holzfiguren habe ich heute noch und mittlerweile spielt meine Tochter damit.
Die hat heute auch ihr erstes Fenster geöffnet. Um kurz nach 6 Uhr. Von der Tante bekam sie einen Pixi-Buch-Adventkalender. Der ist schon optisch ein Hingucker. Die erste Geschichte haben wir – zusammengekuschelt im Bett bestimmt 17 Mal gelesen. Und dann hat sie noch unseren Sackerl-Kalender, der vorallem mit Süßigkeiten gefüllt ist, geleert und war im siebten Himmel, dass sie vor dem Kindergarten schon Schokolade essen darf J.

ICH HEUTE

Ich hab auch das erste Fenster meines Schokoadventkalenders geleert und mich dabei auf die weiteren Adventkalenderüberraschungen gefreut, die heute noch ins Haus stehen:
Schöne Grüße von Daniela Reiter – Geteilte Erinnerungen aus 2020 und Selbstfürsorgeideen
Der Schreibkraft-Adventkalender von Julia Rumplmayr
Impulse für das Advent-ArtJournal von RaspberryBluesky und MaraKreativstudio
Und wahrscheinlich finde ich im Postkasten heute schon meine erste Karte der Adventpost, initiiert vom PostKunstWerk.
Vorfreude ist der beste Wecker, hat Theresa Wolf in einem ihrer Podcasts gesagt und ich finde der Advent liefert wunderschöne Vorfreuden.
Worauf freust Du Dich heute?

Vielleicht sehe ich 2021 als 365 Tage Kalender, bei dem jeder Tag eine schöne Überraschung für mich bereit hält.

Vorfreude ist der beste Wecker.

In diesem Sinne einen freudigen Advent,
liebe Grüße
Melanie

P.S. Ich freu mich, wenn Du mir in den Kommentaren schreibst, welche Adventkalendererinnerungen Du hast und worauf Du Dich im Advent besonders freust.

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Ins Blaue … Making of my Sommerpost2020 https://www.magenta-maltherapie.at/2020/07/29/ins-blaue-making-of-my-sommerpost2020/ https://www.magenta-maltherapie.at/2020/07/29/ins-blaue-making-of-my-sommerpost2020/#comments Wed, 29 Jul 2020 19:28:42 +0000 https://www.magenta-maltherapie.at/?p=3667 Die Aufgabe der heurigen Sommerpost2020 von Post.Kunst.Werk. lautete: “Entwerfe deine Traum-Briefmarke mit individuellem Rand, schnitze das Motiv aus Gummi, Linol oder vielleicht sogar aus Holz, drucke es ein-oder mehrfarbig. Gerne darfst du den Druck auch colorieren oder kombinieren mit einer anderen Technik, z.B. Zeichnung oder Collage. Präsentiere die Marke auf einer Karte im Postkartenformat, klebe […]

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Die Aufgabe der heurigen Sommerpost2020 von Post.Kunst.Werk. lautete:

“Entwerfe deine Traum-Briefmarke mit individuellem Rand, schnitze das Motiv aus Gummi, Linol oder vielleicht sogar aus Holz, drucke es ein-oder mehrfarbig. Gerne darfst du den Druck auch colorieren oder kombinieren mit einer anderen Technik, z.B. Zeichnung oder Collage.

Präsentiere die Marke auf einer Karte im Postkartenformat, klebe sie nicht auf, lass dir etwas einfallen, wie du sie fixiert, damit sie nicht herausfällt: Baue ihr einen Rahmen, ein Mini-Album, eine Klapp-Karte. Verpacke sie mit viel Liebe, erzähle ihre Geschichte, verschicke sie im geschlossenen schönen Umschlag. Denn alles zusammen ist Postkunst!”

Was für eine schöne Idee!
Sofort sammelte ich Ideen in meinem Notizbuch, machte Skizzen, verwarf Ideen und Schritt für Schritt entwickelte sich mein Projekt.

Um mich nicht von den anderen Ideen und Postkunstwerken, die dann ja eifrig auf Instagram geteilt werden, von meinen Impulsen ablenken zu lassen, bin ich da immer recht früh dran. Als Unterstützerin des Post.Kunst.Werks. bekomme ich die Infos zur Aktion bereits vorab und hab somit länger Zeit zum Ideen spinnen :-).

Hier möchte ich Dich ein bisschen hinter die Kulissen blicken lassen:

Meine Assoziationen zu “ins Blaue” waren u.a. Reisen, Meer, Wasser, Ungewissheit und Überraschungsmoment.

Idee Nr. 1:
Ich dachte zuerst an Papierschiffchen und Wellen.
Dann an die Verpackung, die ja auch liebevoll gestaltet werden sollte. Da fiel mir die Flaschenpost als Verpackung ein.
Ich experimentierte mit den Hüllen von Glitzer und alten Knopfschatullen (Glasphiolen kamen versandtechnisch nicht in Frage), doch der Brief wäre dann zu hoch für einen Standardbrief gewesen. Außerdem hätte die Briefmarke wohl nach dem Rausnehmen nicht mehr so toll ausgesehen.

Also Idee Nr. 2::
Ich dachte an Bullaugen von Schiffen und wollte die Briefmarke hinter ein Folienfenster oder eine alte Kunststoffverpackung einbetten. Das hat dann leider nicht so funktioniert wie ich wollte, doch das Bullauge lieferte die Idee für die Gestaltung des Kuverts. Ich druckte mit der runden GelliPlate und Luftpolsterfolie eine Art Guckloch aus dem Bullauge auf Aquarellpapier, das ich mit dem Envelope Punchboard ganz einfach zu Kuverts falten konnte.

gelliplate druck sommerpost2020

Idee Nr. 3, 4, 5, 6, 7,…..:
Mir gefiel die Idee der Flaschenpost und so skizzierte ich einen Stempelentwurf mit einer Flaschenpost.
Den Briefmarkenrand habe ich mit dem Linolmesser geschnitzt.
Ich war schon recht zufrieden, doch auf weissem Papier gestempelt sah er noch etwas unfertig aus.

Da fiel mir ein alter Atlas aus meiner Collagensammlung ein.
Ich stempelte die Flaschenpost auf Meere, Seen und Gewässer dieser Welt.

sommerpost2020_marke

Das Papier war allerdings ziemlich dünn und so klebte ich die Marke auf ein handgeschöpftes Papier aus Vietnam, das mir eine Freundin von einer Reise mitbrachte (passte also auch zum Thema :-))
Ich schnitt die Marke mit einer Wellenschere aus. So entstand ein Briefmarkenrand, der auch ein bisschen mit dem Element Wasser in Verbindung steht.

Irgendetwas fehlte mir noch, ich hatte allerdings noch nicht die zündende Idee, also legte ich sie mal zur Seite und widmete mich der “Verpackung”.

Ich hatte die Idee, die Flaschenpost aus dem Meer zu ziehen und zwischen verschiedenen Papierschichten einzubetten.
Experimente mit Aquarellpapier waren nicht zufriedenstellend, da es mir für die Wellen zu steif erschien.
Dann fiel mir ein, dass mir eine Freundin kürzlich Wenzhou-Papier empfohlen hatte.
Ich kaufte mir eine Rolle und begann mit Farbexperimenten. Die Saugfähigkeit und Zartheit des Materials überzeugten mich und so färbte ich verschiedene Bögen mit flüssiger Wasserfarbe ein.

sommerpost2020
Ich riss das Papier mit den unterschiedliche Blautönen in Wellenstreifen. Ich wollte bewusst keine geraden Schnittkanten.
Der Charakter des gerissenen Papiers war weicher und runder.

sommerpost2020

Ich legte jeweils 5 Streifen überlappend übereinander und nähte sie wellenförmig auf Aquarellpapier.

sommerpost2020

Um die Unendlichkeit des Meeres zu symbolisieren, liess ich das Papier über die Kanten der Postkarte “fliessen”.
Ich nähte ein Stück Häkelgarn mit, es sollte der Angelhaken für die Flaschenpost sein.
Als Angel verwendete ich einen Fädelstift für Schmuck (ich weiss gar nicht genau, wie das heisst), den ich in Form bog und an den Faden band.

Um die Briefmarke angeln zu können, bekam die Flaschenpost noch ein Band um den Hals, an dem ich die Angelschnur befestigen konnte.

sommerpost2020

Ich wollte dann doch noch eine Beschriftung der Flaschenpost und mit etwas Fitzelei gelang mir ein krakeliger Schriftzug in passender Größe, den ich in einem Orangeton dazustempelte.

Auf die Rückseite klebte ich ausgeschnittene Wörter und Satzteile als Botschaft aus der Flaschenpost. Für jede Teilnehmerin eine andere.

sommerost2020

Nun war ich richtig zufrieden 🙂

Das Symbol der Flaschenpost spiegelt diese Ungewissheit der Reise und den Überraschungsmoment wider.
So wie auch beim kreativen Prozess, der auch nicht so planbar und geradlinig ist (wie Du meinen Ausführungen entnehmen kannst ;-)). Wenn Du einmal eintauchst in den kreativen Flow, dann ergeben sich manche Dinge scheinbar zufällig und fühlen sich dann so genau richtig an, das das Herz vor Freude hüpft. Ach, ich liebe es ….

Den Text noch auf die Rückseite schreiben – mit blauer Tinte natürlich ;-), ab ins Kuvert, adressieren und mit einer blauen Postmarke aus meiner Briefmarkensammlung verschliessen.

sommerpost2020

Dann hiess es warten, bis ich dran war mit Versand … ich hätte eigentlich bis Woche 37 warten müssen, um meine Schätze auf die Reise zu schicken. Eine glückliche Fügung verschaffte mir einen Wochentausch, also hiess es bereits “Ab die Sommerpost2020”.

sommerpost2020

Nun freu ich mich auf die Post, die in den nächsten Wochen bei mir eintrudelt und danke Michaela Müller und Tabea Heinicker für diese wunderbare Sommerpost2020-Idee <3.

Liebe Grüße,
Melanie

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Klingendes Murmelbild https://www.magenta-maltherapie.at/2020/03/25/klingendes-murmelbild/ https://www.magenta-maltherapie.at/2020/03/25/klingendes-murmelbild/#respond Wed, 25 Mar 2020 17:06:37 +0000 https://www.magenta-maltherapie.at/?p=3529 Für dieses klingende Murmelbild brauchst Du folgende Materialien: Material: * Holzplatte (z.B. Press-Spanplatte oder Sperrholzplatte, mind. 12 mm dick, vielleicht hast Du auch ein altes Schneidebrett oder Regalbrett, das Du zweckentfremden kannst) im Format Deiner Wahl. Alternativ könntest Du auch einen dicken Korkuntersetzer verwenden. * Nägel, ca. 3 cm lang * Hammer * Wasserfarben, Ölkreiden, […]

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Für dieses klingende Murmelbild brauchst Du folgende Materialien:

klingelbild materialMaterial:
* Holzplatte (z.B. Press-Spanplatte oder Sperrholzplatte, mind. 12 mm dick, vielleicht hast Du auch ein altes Schneidebrett
oder Regalbrett, das Du zweckentfremden kannst) im Format Deiner Wahl. Alternativ könntest Du auch einen dicken Korkuntersetzer verwenden.
* Nägel, ca. 3 cm lang
* Hammer
* Wasserfarben, Ölkreiden, Filzstifte, zum Bemalen der Holzplatte.
* Murmeln

Anleitung:
Male mit Stiften ein einfaches Motiv (z.B. Kreis, Osterei, Herz) auf die Holzplatte. Es sollte eine geschlossene Form sein, damit die Murmel später eine Begrenzung hat.
Meine Tochter hat die Platte folgendermassen bemalt :-):

klingelbild diyplatte bemalt

Schlage entlang der Außenlinie des Motivs kleine Nägel ein. Wähle des Abstand zwischen den Nägeln so, dass keine Murmel dazwischen passt. Schlage die Nägel so tief ein, dass sie stabil sind, aber noch genug in die Höhe stehen, um von der Murmel berührt zu werden. Die Nägel sollten nicht an der Unterseite der Platte herausragen, damit Du Dich nicht verletzt.
murmelbild nagelmurmelbild

Wenn alle Nägel eingeschlagen sind, lege eine Murmel in die Mitte und lass sie entlang der Nägel rollen. Höre, welche Klänge dabei entstehen.
murmelbild
Lass die Murmel einmal langsam und einmal schnell durchlaufen, hörst Du einen Unterschied?
Lass verschieden große Murmeln durchrollen, hörst Du einen Unterschied?
Lass eine Holzkugel durchlaufen, wie hört sich die an?
Lass mehrere Murmeln gleichzeitig durchlaufen, wie hört sich das an?

Viel Spaß!
liebe Grüße
Melanie

P.S. Kennst Du schon meine Musenkuss-Schneckenpost? Die bringt noch mehr Inspirationen direkt in Dein Postfach.
Schau mal hier rein!

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Zeitungsballschlacht https://www.magenta-maltherapie.at/2020/03/24/zeitungsballschlacht/ https://www.magenta-maltherapie.at/2020/03/24/zeitungsballschlacht/#respond Tue, 24 Mar 2020 07:30:25 +0000 https://www.magenta-maltherapie.at/?p=3532 Wenn die Wut mal groß ist oder überschüssige Energie abgebaut werden will, dann probiert doch mal eine Zeitungsballschlacht aus: Material: * Zeitungspapier * Tesakrepp oder Wolle * Schere * evtl. Wasserfarbe und Pinsel Spielanleitung: Jede Person bereitet sich viele Knäuel aus Zeitungspapier vor. Alleine dieser Vorgang kann schon entladend wirken. Stellt euch am besten einen […]

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Wenn die Wut mal groß ist oder überschüssige Energie abgebaut werden will, dann probiert doch mal eine Zeitungsballschlacht aus:

zeitung
Material:
* Zeitungspapier
* Tesakrepp oder Wolle
* Schere
* evtl. Wasserfarbe und Pinsel

Spielanleitung:
Jede Person bereitet sich viele Knäuel aus Zeitungspapier vor. Alleine dieser Vorgang kann schon entladend wirken.

Stellt euch am besten einen Timer (z.B. 3 Minuten, je nach Kondition auch länger :-)). Oder wählt ein Lied aus, das eine entsprechende Länge hat und spielt es während der Zeitungsballschlacht ab.

Jeder sucht sich einen Platz im Raum und auf “1,2,3 – los!” (oder ein anderes Startsignal) bewerft ihr euch gegenseitig mit den Zeitungsknäueln.

Damit die Aufräumaktion nicht den Eltern alleine bleibt ;-), gibt es im Anschluss noch eine gemeinsame Aktion:
Sammelt die Knäuel auf (am besten in einen Wäschekorb oder ähnliches).
Versucht nun gemeinsam, aus den Knäueln etwas zu gestalten. Z.B. einen großen Ball, ein Riesenosterei, ein Fantasietier,eine Zeitungsente ;-), Verwendet zum Fixieren Tesakrepp oder Wolle.

zeitungsentezeitungsschlange
Am Ende könnt ihr das Gebilde auch bemalen.

Viel Spaß,
Melanie

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#MemoryMonday: Von Gartenzwergen, Gänseblümchen und Grünen Daumen https://www.magenta-maltherapie.at/2019/06/24/memorymonday-von-gartenzwergen-gaensebluemchen-und-gruenen-daumen/ https://www.magenta-maltherapie.at/2019/06/24/memorymonday-von-gartenzwergen-gaensebluemchen-und-gruenen-daumen/#respond Mon, 24 Jun 2019 14:26:07 +0000 https://www.magenta-maltherapie.at/?p=3153 Der Garten war in unserer Familie immer sehr wichtig. Das anfangs lehmige, grenzenlose und graslose Stück Erde ist im Lauf der Jahre nicht nur gewachsen und aufgeblüht, sondern auch mit den Bedürfnissen unserer Familie mitgewachsen und zu einer richtigen Grün-Wohlfühl-Oase geworden. Für meinen Vater begann der Tag immer mit einer Gartenrunde und hörte der Tag […]

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Der Garten war in unserer Familie immer sehr wichtig. Das anfangs lehmige, grenzenlose und graslose Stück Erde ist im Lauf der Jahre nicht nur gewachsen und aufgeblüht, sondern auch mit den Bedürfnissen unserer Familie mitgewachsen und zu einer richtigen Grün-Wohlfühl-Oase geworden.

Für meinen Vater begann der Tag immer mit einer Gartenrunde und hörte der Tag mit einer Gartenrunde auf. Gäste wurden obligatorisch durch den Garten geführt und alle Pflanzen mussten bewundert werden. Das habe ich lange nicht verstanden.
(Jetzt habe ich mit meiner kleinen Familie eine Wohnung mit Balkon und erfreue mich auch in der Früh und am Abend und zwischendurch an den grünen, duftenden und blühenden Mitbewohnern 🙂 – und teile diese Freude durchaus mit meinen Gästen)

Als Kind erschien mir der Garten immer riesig. Und es war dort so viel möglich.
Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Zu jeder Jahreszeit.

Radfahren, Hüpfball springen, Wettrennen vom Haus bis zum Gemüsebeet, Seilspringen, Becherlauf, Schaukeln, Fangen und Verstecken spielen, Weidenzaun flechten, Palmkätzchen für den Osterstrauch abschneiden, Ostereier suchen zwischen den Büschen, Frösche und Libellen im Biotop beobachten, Sandkuchen backen in der Traktorreifen-Sandkiste (so cool!),  Splish-Splash im Planschbecken, Löwenzahnkränze binden, frisch gepflückter Beerenschmaus auf der Picknickdecke oder in der Hängematte, Würstel und Erdäpfel grillen, Gartenfeste, abenteuerliche Gartenübernachtungen im Zelt, Schneeballschlachten, Schneemann und Iglu bauen,….

Aber auch bei den Gartenarbeiten waren wir als Kinder immer voll dabei. Säen, Unkraut jäten, Rasenmähen, Rechen, Regenwürmer sammeln, Gießen und Ernten (Ribiseln, Erdbeeren, Stachelbeeren, Kirschen, Fisolen, Kohlrabi, Karotten, Paradeiser, Radieschen, Erbsen, Salat,…). Das Obst und Gemüse waschen, schneiden, einfrieren oder zu Marmelade, Saft und Kuchen verarbeiten.
Frische Kräuter für den Topfenaufstrich oder die Petersilerdäpfel direkt aus dem Garten holen.

Hinter dem Garten war ein großes Feld, das von den Bauern bewirtschaftet wurde und als Kinder verbrachten wir Stunden beim Beobachten von Pflügen, Mähdreschern, “Packerlmaschinen” und Düngefahrzeugen. Ganz großes Kino war das damals.

Nur Gänseblümchen waren in meiner Kindheit im Garten immer eine Seltenheit und umso freudiger wurde ihre Anwesenheit gefeiert. Irgendwann hat meine Mutter Gänseblümchen eingesetzt und mittlerweile gibt es sie in Hülle und Fülle 🙂
Und Gartenzwerge hatten wir glaub ich auch nie.

Gänseblümchen und Gartenzwerge gab es dafür in Omas Zaubergarten, aber das ist eine andere Geschichte…  .

Grüne Grüße,
Melanie

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Vom Suchen und Finden: Meine Top 10 Wimmelbilderbücher https://www.magenta-maltherapie.at/2019/06/21/vom-suchen-und-finden-meine-top-10-wimmelbilderbuecher/ https://www.magenta-maltherapie.at/2019/06/21/vom-suchen-und-finden-meine-top-10-wimmelbilderbuecher/#respond Fri, 21 Jun 2019 14:15:41 +0000 https://www.magenta-maltherapie.at/?p=3228 Gegenstände oder Figuren in einem Getümmel aus Millionen anderer suchen und finden, das mag ich ja sehr. Finde das irgendwie hirnberuhigend…auch wenn es paradox scheint 🙂 Deswegen liebe ich Wimmelbilderbücher über alles! [Am 7. Juli 2019 gibt es übrigens einen Wimmelbilderbuch-Buchbindeworkshop in meinem Atelier – mehr Infos findest Du hier] Falls Du oder Dein Kind […]

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Gegenstände oder Figuren in einem Getümmel aus Millionen anderer suchen und finden, das mag ich ja sehr. Finde das irgendwie hirnberuhigend…auch wenn es paradox scheint 🙂
Deswegen liebe ich Wimmelbilderbücher über alles!
[Am 7. Juli 2019 gibt es übrigens einen Wimmelbilderbuch-Buchbindeworkshop in meinem Atelier – mehr Infos findest Du hier]

Falls Du oder Dein Kind die Wimmel-Liebe teilen, stelle ich Dir hier mal meine Top 10 der Wimmelbilderbücher und Bücher vor, in denen es soviel zu entdecken gibt, dass einem nie langweilig wird (die Reihenfolge ist beliebig):

1) Das Riesenbilderbuch von Ali Mitgutsch
und alle anderen Wimmelbilderbücher des Autors. Ich glaub, er war der erste,
der Wimmelbilderbücher gezeichnet hat. Schon aus nostalgischen Gründen darf
er in dieser Liste nicht fehlen 🙂

2) Wo ist Walter? von Martin Handford
auch ein Klassiker unter den Wimmelbüchern, wohl auch ein anspruchsvoller 🙂
Mittlerweile gibts eine ganze Serie von Walter-Büchern… .

3) Das Mäusehaus: Mein großes Wimmelbuch von Karina Schaapmann
und natürlich alle anderen Mäusehaus-Bücher, ob im Zirkus, im Theater, zu
Weihnachten,…. in diesen Büchern kommt man aus dem Staunen nicht raus. Da
steckt soviel Liebe zum Detail drin <3

4) Fridolin Franse frisiert von Michael Roher
Noch nie hat waschen, schneiden, färben und föhnen so viel Spaß gemacht – in
langen Haarpracht tummeln sich unzählige Figuren…, wunderschön!

5) Die Torte ist weg von Thé Tjong-Khing
und alle weiteren Bücher des Autors, z.B. Picknick mit Torte, Geburtstag mit
Torte,…
Liebevoll illustriert lassen sich hier viele Dinge und Geschichten entdecken,
kleine Rätsel lösen,…

6) Ich sehe was, was Du  nicht siehst – Das verrückte ABC von Manuela Ancutici
nicht nur für ABC-SchützInnen ein lustiges Suchbuch!
gibt es auch zum Thema Zahlen und anderen Themenbereichen

7) Ich finde was…In der Schatzkiste von Walter Wick.
Das  erinnert mich einfach an meine Schatzkisten im Atelier 🙂
Gibt es auch mit anderen Szenarien, wie Gespensterschloss, Spielzeugland,…

8) Ich sehe was… –  Total verrückte Schule von Jean Marzollo und Walter Wick
Stilmäßig ähnlich wie die Ich sehe was…-Reihe (weil eben gleicher Autor :-)),
und doch wieder neue Szenen.

9) Colin Thompsons Fantastisches Malbuch
Viele Details mit Wortwitz und Humor, deshalb auch eher für Große 🙂
Von Colin Thompson gibt es auch zahlreiche Puzzles, die toll sind!

10) Hirameki – Der geniale Klecks- und Kritzelspaß von Peng & HU
Kleckse und Kritzel laden zum Finden eigener Fantasiefiguren ein.
[Am 7. Juli 2019 gibt es davon inspiriert einen Buchbindeworkshop in meinem
Atelier – mehr Infos findest Du hier]

Gibt es ein Wimmelbuch, das Du besonders toll findest?
Dann lass es mich wissen und schreib einen Kommentar…ich freu mich über neue Buchtipps!

Viel Spaß beim Suchen und Finden,

Liebe Grüße,
Melanie

P.S. Vielleicht interessiert Dich auch folgender Blogbeitrag dazu:
Es wimmelt im Glas…

Der Beitrag Vom Suchen und Finden: Meine Top 10 Wimmelbilderbücher erschien zuerst auf Kunsttherapeutin und Maltherapeutin Melanie Mezera, Wien.

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Glutenfreie Knetmasse und andere einfache Teig-Rezepte https://www.magenta-maltherapie.at/2019/05/08/glutenfreie-knetmasse-und-andere-einfache-teig-rezepte/ https://www.magenta-maltherapie.at/2019/05/08/glutenfreie-knetmasse-und-andere-einfache-teig-rezepte/#respond Wed, 08 May 2019 11:00:02 +0000 https://www.magenta-maltherapie.at/?p=3059 Wer auf fertige Knetmassen verzichten möchte, findet hier einige Rezepte für einfache Knetmassen zum Selbermachen. Die Zutaten sind ungiftig und somit auch für Kleinkinder geeignet. Da die meisten Teige Mehl enthalten, wurde ich immer wieder gefragt, ob es Alternativen für GlutenallergikerInnen gibt. Ich wurde fündig und stelle Dir gleich am Anfang eine Variante für glutenfreie […]

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Wer auf fertige Knetmassen verzichten möchte, findet hier einige Rezepte für einfache Knetmassen zum Selbermachen. Die Zutaten sind ungiftig und somit auch für Kleinkinder geeignet.
Da die meisten Teige Mehl enthalten, wurde ich immer wieder gefragt, ob es Alternativen für GlutenallergikerInnen gibt. Ich wurde fündig und stelle Dir gleich am Anfang eine Variante für glutenfreie Knetmasse vor:

Glutenfreie Knetmasse

Zutaten (für ca. 250g. Knetmasse):
2 EL Vaseline
3 EL 100% Bienenwachs
120 g Kartoffelstärke
evtl. Lebensmittelfarbe

Vaseline und Bienenwachs im Wasserbad zusammen schmelzen.
Die Schüssel aus dem Wasserbad nehmen und löffelweise Kartoffelstärke einrühren.
Auf Wunsch einen Spritzer Lebensmittelfarbe zur Einfärbung einkneten.
Abkühlen lassen.
Die Knetmasse ist durch das abgekühlte Wachs relativ fest und wird durch die Körperwärme beim Kneten weicher.
Luftdicht verpackt ist die Knetmasse mehrere Monate haltbar.

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Sägemehlteig

Zutaten (für etwa 1kg Teig):
2 Tassen Wasser
½ Tasse Salz
2 EL Speiseöl (z.B. Sonnenblumenöl)
2 Tassen Mehl
10 Schöpfkellen Sägemehl (z.B. in Tierhandlungen oder  in der Haustierabteilung im Supermarkt erhältlich

Zubereitung:
Wasser und Salz in einem Topf  zum Kochen bringen,
vom Herd nehmen,
Öl und Mehl hinzufügen.
In noch warmem Zustand mischen und kräftig durchkneten.
Danach etwa 10 Schöpfkellen Sägemehl hinzufügen und gründlich verkneten.

Anstelle von Sägemehl nimmt diese Teigmischung auch andere Zusätze (z.B. feinen Sand, gemahlenen Kaffee,…) sehr gut an.

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Blütenblätterteig

Blütenblätterteig

Zutaten:
1 Tasse Mehl
1 ½ EL Salz
2 Tassen getrocknete  Blütenblätter (z.B. Rosenblätter, Kamille, Lavendel, Hibiskus,     Jasminblüten,  Ringelblume, Malve,….)
Wasser

Zubereitung:
Mehl, Salz und Blütenblätter vermischen.
Schrittweise Wasser dazugeben und verkneten, bis eine formbare
Masse entsteht (Wassermenge je nach Art der  Blüten verschieden)

Tipp: getrocknete Blütenblätter sind z.B. in Tee-Läden erhältlich

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Bunter  Teig

                                          Zutaten (für etwa 1kg Teig)
 1 Tasse kaltes Wasser
1 Tasse Salz
2 TL Öl
3 Tassen Mehl
2 EL Speisestärke
1 Pkg. Lebensmittelfarbe

 

Zubereitung:
Wasser, Salz, Öl und Lebensmittelfarbe miteinander  vermengen
Nach und nach Speisestärke und Mehl unterheben und verkneten, bis eine formbare  Masse entsteht.

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Zimtsalzteig:
Zimtsalzteig
Zutaten:
2 Tassen Mehl
1 Tasse Salz
4 EL Zimt (alternativ gemahlene Nelken, Kakaopulver)
1 Becher Wasser

 


Zubereitung:
Zutaten miteinander verkneten, bis eine formbare Masse entsteht (ist die Masse zu flüssig, noch Mehl dazugeben, ist die Masse zu fest, noch Wasser dazugeben)

Zum Verzieren eignen sich z.B. Nelken, Sternanis, Pistazienschalen,….
Zum Trocknen eine Stunde bei 80 Grad und danach eine Stunde bei 100 Grad im Ofen backen. Man kann die Werkstücke auch lufttrocknen lassen.

**********************************************************************************************Alle Teige können luftgetrocknet  werden (dauert  sehr lange) oder bei mäßiger Temperatur (etwa 100 Grad) im Backrohr getrocknet  werden. Die Backdauer hängt von der Dicke der Objekte ab (ähnlich wie bei Salzteig).

Das Aneinanderfügen einzelner Elemente gelingt sehr gut mit  Wasser – einfach ein paar Tropfen auf die gewünschte Fläche auftragen und Teile andrücken.

Luftdicht  verpackt (z.B. in Plastikdose) sind alle Teige einige Wochen haltbar.

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Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Diese und noch mehr Rezepte findest Du in folgenden Büchern:
Mary Ann Kohl (1997): Matschen – Kreatives Arbeiten mit  verschiedenen Knetmassen. Kallmeyersche Verlagsbuchhandlung.
Nina Held (2013). Kastanienkleber und Konfettifarbe. Ökotopia Verlag.

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#MemoryMonday: Wo die Geschichten wohnen https://www.magenta-maltherapie.at/2019/03/20/memorymonday-wo-die-geschichten-wohnen/ https://www.magenta-maltherapie.at/2019/03/20/memorymonday-wo-die-geschichten-wohnen/#respond Wed, 20 Mar 2019 11:00:23 +0000 https://www.magenta-maltherapie.at/?p=2918 Heute ist internationaler Welt-Geschichten-Tag. “The universe is made of stories, not of atoms.“ (Muriel Rukeyser, Out of silence: Selected Poems, 1992) Mein Name ist Melanie und ich liebe Geschichten. Erzählt, geschrieben, gelesen, frei erfunden oder so, wie sie das Leben schreibt. Schon als Kind habe ich Bücher geliebt und begeistert den Geschichten gelauscht, die mir […]

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Heute ist internationaler Welt-Geschichten-Tag.

“The universe is made of stories, not of atoms.“
(Muriel Rukeyser, Out of silence: Selected Poems, 1992)

Mein Name ist Melanie und ich liebe Geschichten. Erzählt, geschrieben, gelesen, frei erfunden oder so, wie sie das Leben schreibt. Schon als Kind habe ich Bücher geliebt und begeistert den Geschichten gelauscht, die mir meine Tante, meine Oma oder meine Eltern erzählt oder vorgelesen haben. Vom kleinen Prinzen, vom Krieg, von Schmalzsemmeln und Lausbubenstreichen.

Meine Oma hatte ein altes Märchenbuch, aus dem sie mir immer vorlesen musste. Am liebsten Zwerg Nase und Kalif Storch. Die gab es nämlich nur in Omas Märchenbuch.Und wenn meine Tante zu Besuch war, hat sie mir Abenteuergeschichten vom kleinen Prinzen erzählt.

Bereits im Kindergarten habe ich die Raupe Nimmersatt und Hatschi Bratschi Luftballon rauf und runter gelesen. Also echt gelesen und nicht nur die Bilder angeschaut. Hat mir zwar niemand geglaubt, war mir aber egal. Hauptsache in der Leseecke sitzen. Auf einem kleinen Rattanstuhl und in andere Welten eintauchen.

Fortsetzung folgt nicht… mit Edgar Böhm war eine meiner Lieblings-Sendungen, ich glaub sie lief immer am Sonntag Nachmittag. Dort wurden Kinder- und Jugendbücher anhand kurzer Filmausschnitte vorgestellt. An einer spannenden Stelle brach der Film ab und wer wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht, musste das Buch lesen.

Gottseidank gab es in meiner Heimatstadt eine Bücherei. Aus der schleppte  ich mit meiner Mutter im Lauf der Zeit wohl Tonnen an Büchern nach Hause (und wieder zurück). Wenn ich die knarrende Eingangstür hinter mir zuzog, war es, als würde ich eine andere Welt betreten. Es roch nach einer Mischung aus Staub, Papier und der Hautcreme des Bibliothekars.

Die Zeit schien stillzustehen. Und auch eine ganz eigene Stille herrschte dort. Die fast tonlose Stimme des Bibliothekars, mit der er die BesucherInnen begrüßte, passte perfekt in diese scheinbare Stille. Scheinbar, weil ja doch immer wieder Papier raschelt, der Boden knarrt, leises Gemurmel zu vernehmen ist. Ich glaube, der Eindruck, dass es in einer Bücherei leise ist, täuscht genauso wie der Eindruck, im Wald sei es still, aber es fühlt sich so still an.

Der Bibliothekar war ein alter, schlaksiger Mann mit Brille und großen Ohrläppchen. Seine Frau war mindestens einen Kopf kleiner als er und hatte ihre Haare immer ordentlich zu einem Dutt frisiert. Die beiden strahlten  eine unglaubliche Ruhe aus, wenn sie Bücher ins Regal schlichteten, Karteikarten stempelten oder selbst lasen.

Gleich links vom Eingang standen die Kisten mit den Bilderbüchern, dahinter die Regale mit den Kinder- und Jugendbüchern. Irgendwann war es schwierig, Bücher zu finden, die ich noch nicht kannte J. Ich hab sie alle gelesen: Mira Lobe, Erich Kästner, Astrid Lindgren, Christine Nöstlinger, Hanni und Nanni, Bille und Zottel, Drei Fragezeichen und Fünf Freunde, alle Geheimnisse um… und und und.


Die ausgeliehenen Bücher wurden in ein kleines beiges Heft eingetragen, mit Signatur und Datumsstempel.

Vorne im Buch wurde das Ende der Entleihfrist eingestempelt und die dazugehörige Karteikarte ebenfalls gestempelt und in den Zettelkatalog eingeschlichtet.

Auch wenn heutzutage das Entlehnsystem elektronisch funktioniert, haben Büchereien und Buchhandlungen noch immer eine magische Anziehungskraft.

Hattest Du als Kind ein Lieblingsbuch oder eine Lieblingsgeschichte?

Hinterlasse den Titel als Kommentar!

Ein Buchtipp zum Schluss:
Wo die Geschichten wohnen. Von Oliver Jeffers und Sam Winston.
Ein wunderschöne Ode an die Welt der Geschichten, der Bücher und der Fantasie.

liebe Grüße,
Melanie

 

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#MemoryMonday: Wunderbare Werkstatt-Jahre https://www.magenta-maltherapie.at/2019/03/07/memorymonday-wunderbare-werkstatt-jahre/ https://www.magenta-maltherapie.at/2019/03/07/memorymonday-wunderbare-werkstatt-jahre/#respond Thu, 07 Mar 2019 08:45:10 +0000 https://www.magenta-maltherapie.at/?p=2889   Dezember 1979: Mein Vater baut am Küchentisch ein Nikolohaus aus Holz und ich helfe mit. Während ich die Holzplatte „halte“ (natürlich ist sie mit Schraubzwingen fixiert J), beobachte ich ganz genau, wie sich das Laubsägeblatt im Holz auf und ab bewegt, wie die Sägespäne beim Sägen lustig auf und ab hüpfen und wie letztlich […]

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Dezember 1979: Mein Vater baut am Küchentisch ein Nikolohaus aus Holz und ich helfe mit.
Während ich die Holzplatte „halte“ (natürlich ist sie mit Schraubzwingen fixiert J), beobachte ich ganz genau, wie sich das Laubsägeblatt im Holz auf und ab bewegt, wie die Sägespäne beim Sägen lustig auf und ab hüpfen und wie letztlich ein Stück Holz auf den Boden fällt.

Ich bin knapp zwei Jahre alt und man könnte laut ausrufen „Das ist ja viel zu gefährlich, was ist, wenn…!“,
aber mit einer Selbstverständlichkeit und einer Prise Stolz lässt mich mein Vater an seinen Heimwerkeraktivitäten teilhaben.
Er vertraut  mir „echtes“ Werkzeug an, mit denen ich genauso selbstverständlich mein Dreirad und meinen Puppenwagen repariere.

Für diese Selbstverständlichkeit bin ich ihm sehr dankbar, denn ich habe dadurch ganz viel gelernt.

Als wir wenige Jahre später in ein Haus übersiedeln, richtet er im Keller eine kleine feine Werkstatt ein. Nicht groß, aber ein Paradies für mich.

Vor dem Betreten der Werkstatt schlüpfe ich in feste Schuhe („zum Werken braucht man g´scheite Schuhe, damit man nicht auf einen Nagel steigt oder einem etwas auf die Füße fällt“), obwohl ich sonst am liebsten barfuß oder in Socken die Kellerstufen runterlaufe, um etwas zu holen.
Außerdem ziehe ich ein altes Hemd oder einen ausrangierten Lagerhausmantel meines Vaters an, um meine Kleidung zu schützen. Ich muss die Ärmel zigmal aufkrempeln, weil sie mir sonst bis zu den Knien reichen und Spuren von Farbe, Leim und Holzspänen zeugen vom häufigen Einsatz des Arbeitsgewandes.  Das wurde  auch nicht so oft gewaschen und deswegen liegt so ein latenter Geruch von Schweiß in der Luft.  Der wird aber diskret überdeckt vom Geruch nach Holz und Leim, Metall und Schmierfett, Lack und Terpentin. Und am ersten Tag der Heizsaison nach verbranntem Lurch, der sich über den Sommer im Heizstrahler abgesetzt hat. Eine Leuchtstoffröhre und eine mobile Werkstattlampe werfen ihr Licht auf all die Schätze, die in diesem kleinen Raum auf HeimwerkerInnenherzen und –hände warten:

Eine massive Werkbank mit Schraubstock, die  fast die ganze Länge der Werkstatt einnimmt. Darüber an einer Lochwand fein säuberlich sortiert Hämmer, Zangen, Schraubenzieher, Zollstock, Zimmermannbleistifte ( die mein Vater immer mit einem Messer anspitzte), Stanleymesser, Gabelschlüssel, Ringschlüssel, Bohrer, Sägen, Schraubzwingen, Wasserwaage, Winkel, Feilen, Raspeln …. und sorgfältig beschriftete Ordnungsboxen mit Dübeln, Schrauben, Nägeln, Muttern, Beilagscheiben und anderen Kleinteilen jeglicher Dimension. An der Breitseite gegenüber des Eingangs biegen sich die Regale unter dem Gewicht verschiedener größerer Werkzeuge (Bohrmaschinen, Schleifgeräte, Hobel, Gehrungslade, Stichsäge, ….), zusätzlicher Werkzeugkisten und Kleinteilaufbewahrungen.  Lacke, Terpentin, Leim, Öle, Klebebänder, Drähte und allerlei andere Dinge stapeln sich dort.  In verschiedenen Kisten und Boxen sind Holzreste, Leisten, Platten und andere Werkmaterialien verstaut.

In dieser Werkstatt bauen wir gemeinsam Puppenmöbel (z.B. einen Kleiderschrank inkl. Kleiderbügel, ein Bett mit herausnehmbarem Lattenrost, …), Zubehör für die Eisenbahn, wir basteln kleine Geschenke (ich erinnere mich an  einen Schlüsselanhänger in Form einer Schildkröte, den ich meiner Oma geschenkt habe), wir reparieren Spielzeug, renovieren alte Möbel… .

Gemeinsam tüfteln wir, wie wir unsere Vorstellungen umsetzen können. Wenn mein Vater eine zündende Idee hatte, funkelten seine Augen und er rief
„Ha!, Ich hab da was“. Er schmunzelte verschmitzt, kramte in einer Kiste oder Lade und zauberte ein passendes Werkzeug oder Material hervor. Die Werkstatt war fast wie eine große Mary Poppins -Tasche.

schatzkiste_magenta Dezember 2009.

Unter dem Weihnachtsbaum steht eine Schatzkiste, die mein Vater in liebevoller Kleinarbeit für mein Atelier gebaut hat.
Die ist bis heute ein Magnet für meine kleinen und großen BesucherInnen.

“Was ist da drin?” , werde ich regelmäßig gefragt.
Was glaubst Du?

Hinterlasse Deine Vermutungen als Kommentar!

Ich weiss, dass neben den realen Dingen, die darin aufbewahrt sind, ganz viele schöne Erinnerungen, ein reicher Erfahrungsschatz an handwerklichem Wissen und eine große Portion Liebe drinstecken.

liebe Grüße,
Melanie

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Playroom of my own – Spielraum für die Seele https://www.magenta-maltherapie.at/2019/02/12/playroom-of-my-own-spielraum-fuer-die-seele/ https://www.magenta-maltherapie.at/2019/02/12/playroom-of-my-own-spielraum-fuer-die-seele/#respond Tue, 12 Feb 2019 09:55:35 +0000 https://magentamaltherapie.wordpress.com/?p=2505 Nach zwei intensiven Wochen lechze ich nach einer Auszeit und freue mich schon sehr auf einen Workshop in der Papierwespe zum Thema Text.Monotypie.Buch. Zweieinhalb Tage nur für mich und mein kreatives Schaffen. Und manchmal brauche ich da auch ein anderes Atelier als mein eigenes. Obwohl das ja schon ein großer Luxus ist 🙂 Jeder sollte […]

Der Beitrag Playroom of my own – Spielraum für die Seele erschien zuerst auf Kunsttherapeutin und Maltherapeutin Melanie Mezera, Wien.

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Nach zwei intensiven Wochen lechze ich nach einer Auszeit und freue mich schon sehr auf einen Workshop in der Papierwespe zum Thema Text.Monotypie.Buch. Zweieinhalb Tage nur für mich und mein kreatives Schaffen. Und manchmal brauche ich da auch ein anderes Atelier als mein eigenes. Obwohl das ja schon ein großer Luxus ist 🙂

Jeder sollte einen Text mitbringen, der einen inspiriert oder emotional berührt. Ich habe mir einen meiner Found Poetry Texte zum Thema Träume ausgesucht:


Und im Buch “Making Handmade Books – 100+ Bindings” fand ich eine für mich passende Bindung, die ich ausprobieren wollte:

Handmade Books
Leporello Bindung

Soweit, so gut. Das war der Plan.
Ich baue mir ein kleines Modell, um die Anordnung der Seiten zu bestimmen und zu überlegen, wo ich welche Elemente drucken möchte, wo Schrift sein soll, wo eine Zeichnung hinkommt, und so weiter.

Danach gönne ich mir eine verdiente Mittagspause beim Italiener ums Eck und geniesse das ungestörte Mittagessen (kein Kind, das nebenbei gefüttert werden will, nicht x-mal runtergeschmissenes Besteck aufheben müssen, keine Wasserpfützen aufwischen ….). Also Essen mit Messer und Gabel, das Essen ist noch warm und es gibt sogar ein Tischtuch :-).
Und zwischen Zander und Petersilerdäpfel taucht Virginia Wolfs “A Room of One´s Own” in meinen Gedanken auf und schon verwerfe ich meinen Plan.

Frisch inspiriert gestalte ich nach der Pause mit der vorgestellten Monotypietechnik (Leinöl, Pigment, Stoff und Holzstäbchen) die Innenseiten meines Leporellos mit Freewrtings zum Thema “Room of One´s Own” und Kritzeleien.

Dann stelle ich die Papierbahnen auf und komme drauf, dass ich einen “Fehler” in der Planung gemacht hatte und die Bindung anders funktionierte, sodass die Innenseiten plötzlich außen waren.
Ein erster Schreckmoment (ui, jetzt kann jeder lesen, was da steht,…), der sich aber rasch legt, weil plötzlich eine neue Idee aufpoppt. (und weil meine Schrift eh niemand lesen kann, wenn ich so schnell schreibe).

Das Innere könnte ich ja auch als Room of One´s Own gestalten. In Bunt und mit Wasserfarben. Ein Kontrast zum Schwarz-Weiß der Außenseiten.

Also Wasserfarben zufällig auf die Innenseiten auftragen und ineinanderfließen lassen.

Nun wollte ich die Innenseiten an den Falzen miteinander vernähen, um kleine Räume zu schaffen. Eine andere Teilnehmerin beobachtet mich beim Ausprobieren und meint: “Und wenn du es offen läßt?”
Und plötzlich merke ich, dass das noch viel stimmiger ist. Dass der Raum dann noch größer und flexibler wird.

Dann gestalte ich die Innenseiten noch mit Kreiden, um einige Akzente zu setzen.

Das Cover soll in schlichtem Weiss gehalten sein, sozusagen als freie Fläche.

Am zweiten Tag komme ich in der Pause an einem Altwarenhändler vorbei, bei dem ich einen alten Türbeschlag und einen kleinen Schlüssel finde. Die sollen als symbolischer Eingang in den Playroom fungieren und das Buch schließen.

Es folgen viele Tüfteleien, wie ich den Verschluss am Buch befestigen könnte. Schliesslich finde ich eine passende Lösung und bin sehr happy.

Und fertig ist mein “Playroom of my Own”. Der Schlüsselanhänger aus bunten Bändern soll einen kleinen Hinweis auf die bunte Innenwelt liefern.

Die Seiten lassen sich nun auf unterschiedliche Art kombinieren und weitergestalten. So entstehen auch beim Blättern immer wieder neue Spielräume.


Und wieder mal ist bewiesen: Kreativität ist Spielen. Du weißt am Anfang nie genau, was rauskommt und was rauskommt, ist meist viel besser als jeder Plan.
Nach zweieinhalb Tagen “Spielen” ist meine Seele wieder genährt und gestärkt für den Alltag.

Nach kleinen Häppchen kreativer Auszeit an normalen Tagen tut so ein Mehrgang-Menü an einem Wochenende zusätzlich gut.
I just can´t get enough 🙂

Und wo sind Deine Spielräume?

Wenn Du einen Spielraum oder eine kreative Auszeit brauchst, bist Du in meinem Atelier genau richtig 🙂

liebe Grüße,

Melanie

 

 

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